Brainwave Musik – wie binaurale Beats die Konzentration erhöhen


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Bild: „Vinyl Diner“ von Krystian Olszanski (CC BY 2.0 / Creative Commons)

Jedem fällt es ab und an schwer, sich zu konzentrieren. Das ist bei all der Ablenkung durch E-Mails, Social Media und Online Nachrichten auch nicht verwunderlich. Wenn dann noch Stress auf der Arbeit dazukommt, lässt man sich noch leichter ablenken und kann sich Dinge schlechter merken – die Aufmerksamkeitsspanne leidet. Während Konzentration sich auf die Konzentration des Geistes auf einen bestimmten Gegenstand bezieht und wichtig bei der Bearbeitung von bestimmten Aufgaben ist, beobachtet man bei der Aufmerksamkeit Dinge einfach auf natürlich Weise. Eine ausgewogene Ernährung mit frischem Obst, Gemüse und Nüssen (insbesondere Walnüsse) hilft dabei, geistig fit zu bleiben, ebenso aber auch konzentrationssteigernde Spiele wie Poker oder auch Blackjack, eine tiefenentspannende Meditation oder ein gutes Buch. Ein Hilfsmittel, das mit bestimmten Sounds bei Entspannung oder Konzentration helfen soll, sind binaurale Beats. Aber wie funktioniert diese „Brainwave Musik”? Und was bringen binaurale Beats wirklich?

Mehr Fokus, bessere Konzentration, tiefe Entspannung

Meditation wird seit Jahrhunderten genutzt, um auf höhere Bewusstseinszustände zuzugreifen, und Meditationsmusik ist in der Tat eine tolle Möglichkeit, sich zu entspannen und zu konzentrieren. Meditationsmusik kann aber oft etwas zu entspannend sein und statt sich zu konzentrieren, beginnen wir in Gedanken zu versinken. Binaurale Beats hingegen stimulieren das Gehirn über akustische Reize so, dass es in einen gewünschten Zustand versetzt wird. Es wird also gezielt Einfluss auf die Gehirnströme genommen und das Gehirn in einen entweder tiefenentspannten oder auch hoch konzentrierten Zustand versetzt.

Wie funktionieren binaurale Beats?

Binaurale Beats sind Töne, die im Gehirn entstehen, wenn zwei leicht unterschiedliche Frequenzen gleichzeitig abgespielt werden. Voraussetzung: Der Frequenzunterschied liegt bei unter 30 Hertz. Das kann man mit zwei nicht einheitlich gestimmten Instrumenten vergleichen, auf denen man versucht, den gleichen Ton zu spielen: Es entsteht ein hörbares „Reiben”, der Ton klingt unsauber und rau. Da binaurale Beats aus Sinustönen bestehen, werden die Musikstücke mit Naturgeräuschen oder harmonischen Kompositionen unterlegt, um das Hören angenehmer zu machen. Bei den binauralen Beats können die speziellen Frequenzen der Entspannung, zur Tiefenfokussierung und Konzentration oder auch zur Schmerzlinderung dienen.

Kopfhörer aufsetzen ein Muss

Damit die gewünschte Wirkung wie Entspannung, Stresslinderung oder Konzentration eintreten kann, muss man Stereo-Kopfhörer nutzen. Warum die Wirkung binauraler Beats nur mit Stereo-Kopfhörer eintritt? Binaurale Beats bestehen aus zwei unterschiedlichen Frequenzen, die man jeweils nur über das rechte oder linke Ohr wahrnehmen soll. Ein weiterer wichtiger Punkt: Die Musik sollte möglichst wenig komprimiert sein.

Welche binauralen Beats für wen?

Welche binauralen Beats man hören sollte, hängt davon ab, ob man sich konzentrieren oder entspannen will. Intensive Beats sind ideal, um die Konzentration zu steigern. Ruhigere, meditative Beats sind perfekt, um zu entspannen oder besser schlafen zu können. Am besten, man hört für ein paar Minuten einen binauralen Beat an – so kann man feststellen, ob der Beat positiv oder eher negativ wirkt und der persönlichen Vorliebe entspricht.

Ob Tiefenentspannung, Meditation, Konzentrationssteigerung oder sogar Schmerzlinderung: Die Anwendungsmöglichkeiten von binauralen Beats sind nahezu grenzenlos. Wenn andere Konzentration steigernde Maßnahmen nicht helfen, können binaurale Beats bei der Konzentrationssteigerung und damit auch der Produktivität genau das Richtige sein.