Ein spirituelles und mystisches Kunstwerk – das zweite Album von Rey & Kjvaik erscheint im Dezember 2018


Rey&Kjavik_by_Stipe_Braun

Foto: Stipe Braun

Rey & Kjavik hat ganz eindeutig eine Vorliebe für mystische und spirituelle Klanglandschaften in einem elektronischen Musikkontext. Im letzten Jahr veröffentlicht er sein Debütalbum „Rkadash“ – und nun folgt der zweite Longplayer! Die letzten Monate hat der Musiker damit verbracht, neue Sounds zu kreieren. Herausgekommen ist das Studioalbum „Mountiri“, das im Dezember auf seinem eigenen Label RKJVK erscheinen wird. Der Ansatz von „Mountiri“ unterscheidet sich von seinem ersten Album, als Rey & Kjavik ein Konzeptalbum schuf, das sich stark auf den Flow im Stil eines guten alten Mixtapes konzentrierte und das man in einem Zug hören kann. Musikalisch blieb der Künstler sich treu und schuf dennoch ein fortschrittliches, spirituelles und mystisches Kunstwerk, das seine Vielseitigkeit unterstreicht, indem es auf orientalische Vibes und desergetische Rhythmen zurückgreift.

„Mountiri“ erscheint am 14. Dezember 2018 auf RKJVK als CD, Tape und im digitalen Format.

Rey&Kjavik_RKJVK_REY_KJAVIK_RK

Alex, wie lange hast Du an dem Album gesessen?

Rey & Kjavik: „Mountiri“ ist im großen und ganzem im Januar dieses Jahres entstanden. Bis alles final gestanden hat, wie ich es mir vorstellte, war es in etwa Juni – also ein knappes halbes Jahr inklusive Artwork und allem, was dazu gehört.

Wie bist Du auf den Titel des Longplayers gekommen? Hat er eine tiefere Bedeutung?

„Mountiri“ ist der Name der musikalischen Reise, die ich für mich in dieser Zeit genommen habe. Ideen wie diese haben ihren Ursprung in ganz normalen Tagessituationen. Die Grundidee zum Titel kam mir beim Autofahren durch die Berge Spaniens. Ideen wie diese schreibe ich mir immer noch gerne auf, um sie wieder Griffbereit zu haben, wenn die Zeit dafür gekommen ist.

Woher kam die Idee zum Longplayer?

Es gab, um ehrlich zu sein, nicht die Idee, ein neues Album zu produzieren. Ich versuche den Januar in den letzten Jahren als Urlaubsmonat zu nutzen, um mal komplett runterzufahren vom Touren. Als ich begonnen habe, die freie Zeit im Studio zu verbringen, ging „Mountiri“ zielstrebig seinen Weg. Das Album hat sich in dieser Periode sozusagen selbst geplant. Als der Januar rum war, war „Mountiri „das Ergebnis, mit dem ich sehr glücklich bin.

Wo hast Du Dir die Inspiration für die Stücke geholt?

Inspirationsquellen sind bei mir schon immer alltägliche Dinge gewesen. In Zeiten, in denen ich produziere, höre ich z.B. keine Musik – auch keine Nachrichten im Radio auf dem Weg zum Studio. Mir geht es dabei bewusst darum, meine aktuelle Stimmung zu 100 % in der Musik widerzuspiegeln.

Wie und wo sind die Tracks entstanden?

In diesem Falle konkret in meinem Studio in Frankfurt am Main. Normalerweise nutze ich auch oft das Flugzeug oder die Bahn für Skizzen, um die viele Reisezeit sinnvoll zu nutzen. Da ein jeder weiß, der schon mal Musik produziert hat, wie schnell die Zeit im Studio verfliegt, kann sich vorstellen, wie schnell dadurch Langstreckenflüge oder lange Bahnfahrten vorübergehen. „Mountiri“ in diesem Fall aber ist komplett Made in Frankfurt.

In Zeiten von Streaming: Was hat Dich angespornt, ein Album zu produzieren? Heute setzt man ja dank Streaming vermehrt auf EPs und Single Tracks.

Ich bin jemand, der in diesen Punkten nicht taktisch vorgeht und habe überhaupt nicht mitbekommen, dass dem so ist. Die Vorstellung, in diesen genannten Mustern denken und arbeiten zu müssen, beengt mich in meinem Sein. Mir ist immer schon wichtig gewesen, was ich fühle und was ich für mich zum jeweiligen Zeitpunkt als richtig empfinde, denn zuerst einmal muss ich selbst von meiner Musik überzeugt sein. „Mountiri“ konnte in meinen Augen nur als Ganzes gesehen werden, denn so ist es in dieser Zeit entstanden und so musste es auch released werden.

Wie war das bisherige Feedback zum Longplayer?

Das Feedback war bislang sehr positiv, aber auch wenn dem nicht so gewesen wäre, wäre ich glücklich. Ich kann nur veröffentlichen, was ich fühle, da stehe ich voll dahinter, dass bin ich im hier und jetzt und davor würde ich mich auch nie verstecken wollen.

image1

Cover: Rey & Kjavik

Wieso das Release auf deinem eigenen Label? Wieso nicht auf einem externen?

Mein Label RKJVK gibt mir die Freiheit, um eben genau solche Dinge zu tun und daher gab es für mich keinen Zweifel daran, wo „Mountiri“ erscheinen soll. Wenn man rein die Promotionseite betrachtet, fehlt einem vielleicht der Push des externen Labels, aber generell geht es mir nicht darum den größtmöglichen Effekt zu erzielen, sondern so nah wie möglich an meiner Ideologie zu bleiben, und das ist mir mit RKJVK auf jeden Fall am besten gegeben.

Wie geht es nach der Veröffentlichung weiter? Was sind Deine nächsten Pläne?

Auf dem Label wird es Remixe zum Album geben, sowie erstmalig auch Release von befreundeten Künstlern, denn bislang gab es ja immer nur meine Originale mit Remixen von anderen Acts auf RKJVK. Auf dieses neue Kapitel des Labels freue ich mich daher schon sehr!

Tracklist:

01. Saraswati (Mountiri album version)
02. Masuk
03. Chandni
04. Koikory
05. Lenmana
06. Nahimana
07. Shelta
08. Diladilan
09. Allez
10. Amaan
11. Miakoda
12. Mountiri