Coexistenz – die Stadt Berlin unterstützt die Clubkultur mit einer Million Euro


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Berühmt und beliebt: der Club der Visionäre in Berlin / Foto: „Club der Visionaere“ von Nacho Pintos (CC BY 2.0 / Creative Commons)

Die zahlreichen Clubs in der deutschen Landeshauptstadt profitieren von einer immensen Geldspritze: Die Stadt Berlin stellt eine Million Euro zur Verfügung, damit Clubs mit besserer Lärmschutzdämmung ausgestattet werden. Wie der Tagesspiegel berichtet, soll das Geld dazu verwendet werden, um die Einrichtungen schalldicht zu machen. Mit inbegriffen sollen auch Schallschutzwände für Outside-Areas oder für Schallschutzfenster in Häusern sein, die sich in der Nähe der von Diskotheken befinden. „In einer so dicht besiedelten Stadt wie Berlin, wo Wohnhäuser nah an Musikveranstaltungsorten sind, sichert diese Investition die Coexistenz“, sagte Lutz Leichsenring, Pressesprecher des Verbandes Clubcommission Berlin. Wie das Geld zusammenkommen soll, sei bislang aber noch nicht klar. Durch die Maßnahmen würden sich die Clubbetreiber erhoffen, Schließungen zu verhindern.

CDU forderte sogar fünf Millionen Euro

Die CDU-Fraktion habe sogar fünf Millionen Euro für den Lärmschutz gefordert, so der Tagesspiegel. „Doch immerhin sei ein Anfang getan, sagt Christian Goiny, Clubexperte der CDU, der sich seit Jahren für die Belange der Hauptstadt-Clubs einsetzt. Er findet es unmöglich, wenn jemand eine teure Wohnung in einem der neuen Hochhäuser am Spreeufer kauft und sich dann über den Club gegenüber beschwert.“ Zehn Feierstätten sollen aktuell Probleme mit ihren Nachbarn haben – darunter das Yaam, die Kulturbrauerei sowie die Clubs Johnny Knüppel und Birgit & Bier am Flutgraben. Innerhalb von vier Jahren, von 2011 bis 2015, hätten mehr als 170 Clubs in der Hauptstadt schließen müssen.