Das erste Mal zusammen – Martin Anacker und fevela am Strand22


felix

„Bisher haben wir noch nie zusammengespielt“, erklären Martin Anacker und fevela. Anacker spielt normalerweise etwas schneller, fevela etwas langsamer. „Wir kennen uns aber schon eine Weile und fanden den Musikgeschmack des jeweils anderen schon länger ziemlich gut. „Martin spielt schon seit vielen Jahren mindestens einmal pro Saison am Strand22„, sagt fevela. „Diesmal haben wir den Veranstalter einfach gefragt, ob wir nicht gemeinsam mal auflegen können.“ Und das taten sie Ende August diesen Jahres.

Weniger Stress für fevela

„Ich bin vorher meine ganze Plattensammlung mal durchgegangen und habe geschaut, welche Tracks davon überhaupt in dem Bereich von 100 bis 115 BPM spielbar sind“, verrät Anacker. Anschließend versuchte er, irgendwie einen roten Faden reinzukriegen, wobei er sich am Anfang sehr unschlüssig darüber war, ob ihm das gelingen würde: „Somit stand zumindest eine gewisse Vorauswahl schon fest, was aber als Vinyl-DJ ja eh immer so ist, weil man ja nie alle Platten gleichzeitig mit zum Gig nehmen kann. Na ja, und der Rest hat sich dann einfach im Laufe des Abends entwickelt.“ fevela hatte da glücklicherweise etwas weniger Stress: „Ich habe in den BPM-Bereichen von 85 bis 116 ein breites Spektrum an Scheiben, die ich oft Spiele und vorsortiert in meiner digitalen Sammlung immer dabei habe. Zusätzlich habe ich mir ein paar Tracks bereitgelegt, die ich mir für unseren Auftritt gut vorstellen konnte.“

martinanacker

Stimmung wurde ausgelassener

Der Strand22 ist eine Bar mit kleiner Tanzfläche und großem Sitzbereich mit Liegestühlen. „Wir haben um 20:00 Uhr mit unserem Set begonnen. Zu diesem Zeitpunkt sitzen die Leute gemütlich draußen und genießen die Sonne. Bevor diese untergeht, verirrt sich dann nur selten schon mal jemand auf die Tanzfläche.“ Als dann aber die ersten Leute anfingen zu tanzen und es zudem noch mit Regnen anfing, quetschten sich mit einmal immer mehr Leute auf den kleinen überdachten Bereich vorm DJ-Pult. „Das witzigerweise auch kurz nachdem Felix und ich uns so richtig gut aufeinander abgestimmt hatten und es zunehmend immer besser lief. Und plötzlich wurde die Stimmung immer ausgelassener, sodass wir am Ende noch bis 2:00 Uhr gespielt haben, obwohl das offizielle Ende schon um 24:00 Uhr gewesen wäre.“ Insgesamt habe der Abend ihre Erwartungen vollkommen übertroffen: „Sowohl was die musikalische Kompatibilität zwischen uns beiden, als auch die Stimmung beim Publikum angeht. Wir hatten einfach wahnsinnig viel Spaß während eins Sets. Es war wirklich grandios!“

Die Lieblinge der Beiden

Einen Lieblingstrack aus dem Mix auszuwählen, ist für fevela nicht ganz einfach: „Im Set gibt es zu viele Stellen, die dafür in Frage kämen.“ Unders‚ „Syria“, „Papa Papaya“ von Timboletti und „The Very Next Day“ von Flowers and Sea Creatures spiele er derzeit gerne. „Ich spiele sonst nur wenige Tracks, die ich auch in unserem gemeinsamen Set gespielt habe“, gesteht Anacker. „Einen könnte ich allerdings nennen, den ich nun schon set einigen Monaten rauf und runter spiele und immer noch genauso mag wie am Anfang: Nick Warrens „Devils Ellbow“ im Remix von Max Cooper.“ Wenn er im Bereich des Downtempo einen Track besonders rausheben sollte, dann würde es „Man O To“ von NU sein. „Dieser spiegelt meinen Musikgeschmack innerhalb diesen Genres sehr gut wieder.“