Leidenschaft für tiefe, organische vom Herzen stammende Musica Medicina – ein neuer Mix von Steffen Kirchhoff


steffen baum

Vor einem Monat lud das Projekt Tepeme Música den deutschen Musiker Steffen Kirchhoff über SoundCloud ein, ein Set aufzunehmen. „Ich fand den Kontakt sehr angenehm und mochte die Idee hinter dem Label und hatte das Gefühl, dass uns viel miteinander verbindet“, erklärt der DJ und zählt auf: „Die Fasznition für Mystik, alte Kulturen und Spiritualität und natürlich die Leidenschaft für tiefe, organische vom Herzen stammende Musica Medicina.“ Also sei sofort klar gewesen, dass er für sie etwas machen würde: „Zuvor mussten allerdings zwei andere Podcasts und ein paar eigene Produktionen fertig gestellt werden, sodass wir uns für den 15. Mai 2017 als Release-Termin geeinigt hatten.“

Entstanden in einer idyllischen Provinz

Aufgenommen wurde das Set letztendlich einen Tag vor der Publikation. „Und zwar im wunderschönen Ettenhausen, einer idyllischen Provinz in der Schweiz nahe dem Pfäffikon-See, und mit Zimmerblick auf den Wald und die Berge. Zu Gast bei zwei ganz besonderen Herzensmenschen – Christian und Ilona“, berichtet Kirchhoff. Die beiden hätten eine große Leidenschaft fürs Tanzen und für (Tanz-)Veranstaltungen, auf denen Menschen in gutem Kontakt miteinander kommen und ihre Herzen füreinander und die Musik öffnen würden. „Aus dieser Leidenschaft heraus entstand die Idee, in Zürich eine eigene Veranstaltung – Echos from Venus – zu machen, zu der sie mich und andere befreundete Künstler wie Rolandson von Seaside Trip und Späk von Heimlich aus Wien über SoundCloud eingeladen haben. Wir hatten eine wunderbare gemeinsame Zeit vor, während und nach der Veranstaltung und seitdem verbindet uns eine tiefe Freundschaft, und gerade arbeiten wir an einer Fortsetzung der Echos, welche für den 15. Juli 2017 geplant ist und wieder in der Photobastei in Zürich stattfinden wird.“

Eine Spezial-Rapé-Mischung

„Der Christian arbeitet als Therapeut und hat dabei großes Interesse an der Arbeit mit Heilfplanzen und Pflanzenmedizin und hat mir angeboten, bevor ich das Set aufnehme, eine Spezial-Rapé-Mischung zusammenzustellen und mir zu verabreichen“, erklärt der DJ vom Label Ki Records. Rapé ist eine Art schamanischer Schnupftabak, bei dem mehrere heilige Pflanzensorten miteinander vermischt und zu Pulver verarbeitet werden, welches dann mit einem Rohr in die Nasenlöcher „geschossen“ wird. Je nach Mischung und Inhalt kann das Rapé unterschiedliche Wirkungen auf Körper und Geist haben. „In meinem Fall hat Christian eine Mischung ausgewählt ,die mich zum einen stark geerdet hat und mich meine Wurzeln zur Natur hat deutlich spüren lassen und gleichzeitig aber auch meinen Geist nach „oben“ geöffnet hat und meine Anbindung zum Kosmos und zum Ätherischen und Feinstofflichen gestärkt hat. Ich finde, das kann man im Mix deutlich hören. Zum einen die tiefe Verbundenheit und Kraft der Erde und gleichzeitig auch die Feinheit und die unendliche Weite der höheren Sphären.“

Das Harmonische zusammenführen

Die Tracks für das Set hatte er knapp zwei Wochen vor der Fertigstellung angefangen zu sammeln: „Und ich habe immer mal geschaut und probiert, was harmonisch zusammen passt. Und immer, wenn ich einen Track gehört habe, habe ich auch gleich für mich geprüft, ob er etwas für den Mix wäre, und so entstand nach und nach eine Vorauswahl.“ Bei einigen Tracks sei ihm sofort klar gewesen, dass sie unebdingt dabei sein würden, andere seien durch ausprobieren hinzugekommen: „Bei meinem sechsstündigen b2b-Set mit Lotte Ahoi bei ihrer Veranstaltung Slowmotor im Cack Bellmer hatte ich viel Raum zum Experimentieren und konnte so feststellen, welche Tracks gut zusammen passen und vielleicht auch in den Mix gelangen könnten.“ Seine absoluten Lieblingstracks derzeit sind der „Madre Tierra“-Edit von Vincent Gericke, wovon er alleine nur schon eine Gänsehaut bekommt, wenn er dran denke. „Ganz großes Kino“, so Kirchhoff. „Und dann die letze EP von Discoshaman & Lemurian, welche auf Cosmic Awakenings erschienen ist. Ich habe drei Tracks aus der EP verwendet, einfach weil die Tracks so genial sind und unbedingt mit rein mussten. Die EP ist derzeit der Dauerbrenner für mich und darf in keinem meiner DJ-Sets fehlen.“