Eine Vorliebe für spezielle Momente und nicht ganz so gerade Beats – der Deep Afterhour-Podcast von Daniel Nitsch


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Foto: Felix Wittich

„Das Set habe ich an drei Abenden beim entspannten Musikhören bei mir zu Hause zusammengestellt und dann ein paar Tage später in meinem Studio aufgenommen“, erinnert sich Daniel Nitsch, Teil des Duos The Glitz, zu seinem Mixtape für das Projekt Deep Afterhour. Da er schon sehr lange eine kleine Vorliebe für spezielle Momente und manchmal auch nicht ganz so gerade Beats in seinen Livesets habe, wollte er das unbedingt mal ausarbeiten und sich mal für einen Moment nur darauf konzentrieren. „Und was bietet sich dort besser an als ein Podcast? Für mich war es ein sehr schönes kleines Projekt, was mir wirklich viel Spaß gemacht hat.“

Ein altes Versprechen eingelöst

„Den Martin von DeepAfterhour kenne ich schon sehr lange“, erklärt Nitsch. Die beiden wohnen in der gleichen Stadt: „Ich glaube, er hatte mich bestimmt schon vor drei Jahren mal angesprochen, ob ich mal etwas für Deep Afterhour machen möchte.“ Das hatte Nitsch ihm dann auch versprochen. „Ich höre die DA-Podcasts selbst ganz gerne. Die Podcastreihe ist interessant geführt – immer eine Mischung an (zumindestens mir) unbekannten jungen Talenten und wiederum gestandenen Künstlern. Und jetzt war es irgendwie auch mal an der Zeit, dass ich mein altes Versprechen einlöse.“

Neue und alte Songs im EInklang

Für die Nummer 273 hatte Nitsch von Anfang an eine sehr klare Vorstellung, wie er den Mix gestalten will: „Da hatte ich natürlich auch schon ein paar Songs im Kopf, die ich unbedingt dabei haben möchte.“ Er habe dann sehr viele neue und alte Songs aus seiner Musiksammlung gehört, und es zeichnete sich anschließend relativ schnell eine Auswahl ab, die für ihn in sich ein Bild ergeben. Einen Lieblingstrack im Set zu benennen, ist für Nitsch gar nicht so einfach: „Das ändert sich fast von Tag zu Tag. Im Moment würde ich sagen „Stem“ von Galcher Lustwerk.“ Aber es gibt zurzeit drei Tracks, die ihren Weg in seine DJ-Sets finden: „Loser’s Hymn“ von Talaboman („Irgendwie episch, aber durch den Mixdown und das Arrangement dann doch nicht zu plakativ. Das muss man einfach mögen.“), „Calm Down“ von Answer Code Request („Schon etwas älter, aber ein absolut zeitloses und jederzeit spielbarer Stück.“) und „Bravado“ von Harvey Sutherland („Ich mag eigentlich alles von Harvey.“).