trndmsk Future Stars #14: Florian Rietze – Slippy Roads


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Es sind solche Künstler, die einen begeistern und beweisen, dass es sich lohnt, neue Musiker aufzuspüren – seien sie noch so schwer zu finden. So war es auch bei Florian Rietze, der vor knapp vier Jahren einen Sound der Woche beisteuerte. Seither hatte der Potsdamer, der aus einer musikalischen Familie kommt, großartige Veröffentlichungen auf Labels wie URSL, Délicieuse Records oder Steyoyoke. Zuvor beschäftigte sich Rietze, der 2005 die elektronische Musik für sich entdeckte, zunächst mit HipHop und der Breakdance-Kultur – aber ein Besuch des Festivals SonneMondSterne sollte prägend für ihn sein. Jetzt, zehn Jahre später, war nun endlich der perfekte Zeitpunkt, einen Mix für trndmsk abzuliefern, und zwar Nummer 14 der Reihe Future Stars: „Slippy Roads“. Denn Rietze ist ein wachsender Stern am Himmel der elektronischen Musik.

trndmsk: In welcher Atmosphäre ist der Podcast entstanden?

Florian Rietze: Ich habe mich zur Abwechslung mal nach draussen auf den Balkon gesetzt. Der Oktober hatte es ja gut mit uns gemeint. Bei Sonnenschein und Dosenbier entstand dann das Set.

Wie hast Du die Tracks ausgesucht?

Mir war wichtig, dass auch einige eigene Sachen in dem Set sind, die noch nicht veröffentlicht sind. Ich war auf das Feedback der Leute gespannt. Momentan spiele ich wieder mehr Live- als DJ-Sets. Die restlichen Tracks sind daher größtenteils Alltime-Favourites bzw. Tracks, die ich gerne beim Fahrradfahren höre. Ja, ich höre meine eigenen Sets beim Fahrradfahren (lacht).

Hattest Du ein bestimmtes Konzept dafür im Kopf?

Ein richtiges Konzept gab es nicht. Ich versuche aber, mit jedem Set eine kleine Geschichte zu erzählen. Hoffentlich ist mir das gelungen.

Auch wenn es eine zusammenhängende Geschichte ist: Gibt es einen absoluten Lieblingstrack im Mixtape?

Eigenlob stinkt zwar, aber „Grndfields“ von Luca und mir ist mein absoluter Lieblingstrack in dem Set. Den kann ich auf Endlosschleife hören, ohne dass mir langweilig wird. Groooooove!

Woher holst Du Dir die Inspiration für Deine ganzen Sets?

Da ich ja vorwiegend produziere, beginnt die Suche meistens in meinem Kopf. Ich bin aber gerne in der Natur und auf Reisen – und lass mich dort inspirieren. Ein sehr inspirierender Ort war in diesem Jahr für mich das Garbicz Festival in Polen. Oder auch meine regelmäßigen Reisen nach Südostasien geben mir immer wieder sehr viel Inspiration und kreative Energie.

Hast Du Lieblingsplätze, um nach neuer Musik zu suchen?

Das muss an keinen Ort gebunden sein. Wenn es aber um einen Podcast geht, versuche ich immer den Spannungsbogen einer Clubnacht mit allen Höhen und Tiefen einzufangen. Ansonsten höre ich sehr gerne Deepmix Moscow Radio und digge dort viele Tracks. Dieser Sound war über die letzen Jahre sehr prägend für mich.

Dürfen wir uns bald über neue Musikveröffentlichungen von Dir freuen?

Wie man aus dem Set ja schon lesen kann, wird es eine Kollaboration mit Luca Musto geben. Wir sind gerade eifrig am Produzieren. Wo es uns dann hinverschlägt, wissen wir noch nicht. Aber es wird spannend! Anfang des Jahres werde ich dann einen Track zu einer Various Artists-EP auf Draussen ist’s schöner Musik beisteuern. Und last but not least kommt jetzt im Dezember ein neuer Live-Podcast. Es wird also nicht langweilig.

Tracklist:

01. No Regular Play – Owe Me (Nicolas Jaar Mix)
02. Dactilar, Vidall – The Device
03. Zebra Centauri – Zweiheit
04. Luca Musto & Florian Rietze (more info soon)
05. Christopher Schwarzwalder & David Dorad feat. Iannis Ritter – Elevator Music
06. Florian Rietze – Easy
07. Luca Musto & Florian Rietze (more info soon)
08. Pablo Acenso & Juan Deminicis – Opposite Poles
09. Mastra Jon Donson – Out of Nowhere (Pablo Bolivar Remix)
10. El Mundo & Satori – Secret Places
11. Patrick Zigon – Ich See (Pablo Bolivar Rework)
12. Evren Ulusoy – Rhythmate (The Timewriter Remix)

DOWNLOAD via The Artist Union
(MP3, 320 kBit/s, 1:02:54 Min., 144,3 MB)