trndmsk Podcast #40 – Einmusik


Podcast #40 - Einmusik

Ach, ich kann mich noch so gut an dieses Wochenende erinnern, als wäre es vorgestern gewesen: Samuel Kindermann alias Einmusik legte beim Rave On Snow im österreichischen Saalbach-Hinterglemm auf, und seine bessere Hälfte, seine Bookerin und Freundin Juliane, sicherte uns zwei Karten für das Spektakel in den Alpen. Das muss vor ca. vier Jahren gewesen. Seit diesem eine Mal ist das winterliche Festival eines meiner liebsten – und seit diesem Zeitpunkt kreuzten sich die Wege des in Berlin lebenden Hamburgers und die von trndmsk mehrmals im Jahr. Der DJ, Produzent und Labelbesitzer war aus diesem Grund mit seinem Track „Floating Orbits“ auf unserer ersten Katalognummer drauf. Nun war auch endlich der perfekte Zeitpunkt, dass Samuel einen Podcast für trndmsk erstellt – und zwar die Nummer 40, die nicht so hell und strahlend, sondern eher in Richtung dunkle Nacht von ihm gerückt wurde.

trndmsk: Samuel, wie hast du die Stücke für deinen Podcast ausgewählt? Hattest du ein bestimmtes Konzept dafür im Hinterkopf?

Das Grundgerüst eines Podcasts bilden für mich meine Favoriten, die ich gerade gerne auch privat höre. Drumherum kommen dann natürlich Neuigkeiten von Beatport und so weiter, die mich inspirieren. Im Grunde habe ich aber gerade alleine auf Einmusika so starke Nummern, die raus kommen, dass ich da schon ziemlich viel Input für ein aktuelles Set habe. Podcasts sollten immer zeitgemäß sein, weshalb ich sie immer auf den letzten Drücker fertig mache.

Wo und wie hast Du diesen Mix aufgenommen?

In Berlin in meinem Studio mit Dauerregen vorm Fenster – also perfektem Feeling für die angebrochene Clubsaison. Deshalb ist die Auswahl vielleicht auch nicht so hell und strahlend, sondern eher Richtung dunkle Nacht gerückt.

Ende Mai 2015 kam dein aktuelles Album raus. Auf „I.D.C.“ hast du neun vielseite Tracks vereint. Was hatte Dich zum Album inspiriert? Und wie war das Feedback auf den Longplayer? Bist du rundum zufrieden?

Ich bin vor allem zufrieden mit den Stücken, weil sie die Leute live begeistern. EIn Album ist ja immer nur eine Momentaufnahme – ein Stand der Gedanken, der Technik und der Inspiration. Für mich zeigt sich, ob ein Album oder eine Produktion gut ist, wenn das Publikum auch nach einem halben Jahr noch bestimmte Stücke fordert und geniesst. Das Feedback war riesig und ich bin froh, das ich wieder einmal darauf verzichtet habe, alles auf EPs zu spreaden, denn irgendwie kann man so leichter eine Geschichte erzählen.

Was steht 2015 bei dir noch an, welche Release sind geplant?

Es kam ja gerade ein neuer Track für meine Freunde von Kittball, es kommen noch Remixe in England raus und auf meinem Label Einmusika. Ganz neues Material gibt es dann 2016 – wo wird noch nicht verraten, aber ich habe lange an diesen Produktionen gearbeitet da einige große Labels EPs von mir angefragt haben. Auf Einmusika bin ich ja sehr frei, kann wirklich meinen Geschmack entfalten und auch mal Dinge einfach durchboxen, indem ich ihnen Raum und die nötige Zeit gebe. Mal schauen, wie sich der neue Weg dann anfühlt.

Welche Veröffentlichungen sind für dein Label, Einmusika Recordings, für dieses Jahr noch geplant?

Als nächstes kommen dicke Platten von Miyagi, Solee, Rafael Cerato und Oliver Schories. Dann läuft gerade der Beatport-Remix-Contest zu meinem und Valentines Track „Sleep Talk“, auch das wird noch dieses Jahr erscheinen. Aber natürlich habe ich mir auch wieder die Freiheit genommen, ganz kleine und unbekannte Acts auf das Label zu packen. Da sind einige Überraschungen dabei. Parallel startet am 16. Oktober 2015 Ein2, was nicht als eigenständiges Label, sondern als kleiner Bruder von Einmusika zu betrachten ist. Die Menge an großartigen Demos war einfach überwältigend in diesem Jahr, und wir wollten bestimmte Releases nicht verpuffen lassen, nur weil Einmusika schon so weit durchgeplant ist. Deshalb gibt es jetzt das Sublabel und auch da einige Überraschungen.

Alternativer Download-Link
(MP3, 320 kBit/s, 1:02:14 Min., 142,8 MB)

  • PurePure Gun

    nice