Heinzeklang und sein Stück „Bau Li Mill“


heinzeklang

„Die Welt fühlt sich momentan zwischen Clubs und Realität etwas ambivalent an“, sagt der Produzent Heinzeklang. Der junge Musiker strebt aktuell ein Studium im Bereich Rechtswissenschaften an. Anschließend möchte er zudem noch Philosophie studieren. Trotz seiner studentischen Pläne bleibt er auch weiterhin dem Produzieren treu. Mit „Bau Li Mill“ kreierte er nun eine neue Nummer, die er via trndmusik als freien Download anbietet.

trndmusik: „Bau Li Mill“ – wo hast Du Dich für die Nummer inspirieren lassen?

Heinzeklang: Alles in Allem produziere ich erst seit ca. einem halben Jahr selbstständig Musik. Nach meinen ersten Schritten in der elektronischen Musik wollte ich mit dem eleganten und verzerrten Stil von beispielsweise Egokind annähren. Seine Art und Weise, Geräusche in harmonischen Zusammenhang mit der Dynamik und der Stereofeldverarbeitung seiner Tracks zu bringen, hat mich unglaublich fasziniert! Die Basis für den Track war vermutlich der A1 „Nord Synth“ eines guten Freundes. Die Töne, die beim Herumspielen entstanden, erinnerten mich an die Afterhours bei einer engen Freundin in Tempelhof. Der Blick aus den großen Flügelfenstern, die ausgetauschte Musik, der besondere Lichteinfall, die unterschiedlichen (immer wieder überraschenden) Teesorten – und über allem: die Vertrautheit der Anwesenden. All dies sind Eindrücke, die sich in diesem Track manifestiert haben.

trndmusik: Wo hast Du das Stück produziert?

Heinzeklang: Der Track entstand teilweise bei meiner Mutter zu Hause – zwischen Sofa und Wintergarten und unterwegs in der S-Bahn. Der Beginn lag, wie erwähnt, in einer kleinen Jam mit meinem Kumpel und den darauf folgenden Impulsen. Ich habe immer wieder überlegt, herumprobiert und versucht, eine epische und glückliche Atmosphäre zu erzeugen. Die Bläser auf der linken Seite, das Klavier auf der rechten Seite. Es sollte mehr die Wirkung einer Band entstehen, die dafür da ist, die entspannte und leicht benebelte Stimmung einer Afterhour zu untermalen.

trndmusik: Aus welchem Grund bietest Du das Werk als freien Download an?

Heinzeklang: Musik ist, in meinen Augen, ein Werkzeug zum Verständnis der eigenen Gefühle. Wenn die Produktion auf der Idee damit Geld zu verdienen basiert, ist der erzeugte Effekt in meinen Augen eine geplante und verkaufte Illusion. Geld muss nicht in allen Bereichen des Lebens eine Rolle spielen. Tinush ist in diesem Fall ein großes Vorbild. Er produziert den Großteil seiner Musik mit dem Ziel, sie for free wegzugeben. Das hat mir immer imponiert.

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