L.U.P.O. ist tot


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Der Wahlberliner Lutz Ludwig gehörte zu den dienstältesten Techno-DJs in Deutschland. Unter dem Künstlernamen L.U.P.O. ließ er die Plattenteller kreisen und produzierte zahlreiche Tracks. Nun ist der 57-jährige DJ am gestrigen Donnerstag, den 10. April 2014, verstorben. Die Gründe seines Todes sind bislang noch nicht bekannt.

L.U.P.O. legte des Öfteren im Münchener Szene-Club P1 auf, veröffentlichte auf den bedeutendsten Labels Deutschlands und kreierte unter anderem den Hit „Hell Or Heaven“, der auf Low Spirit Recordings erschien. Für das 1986 von Westbam in Berlin gegründete Label war er ebenfalls jahrelang als Booker aktiv.

Das FAZEmag führte vor Kurzem noch ein Interview mit dem Verstorbenen:

Wann hast du festgestellt, dass das Musik-Business nichts mehr für dich ist und du etwas anderes brauchst?

Als ich mit Anwälten oder über Anwälte mit meinen besten Freunden sprechen musste. DJ zu sein war für mich kein normaler Job. Viel mehr war es eine Passion, der ich auch oft ohne Entlohnung nachgegangen bin.

Was genau machst du jetzt?

Ich arbeite jetzt als Headhunter. Dabei bringe ich gut ausgebildete Leute in Führungspositionen bzw. begleite sie auf den Weg dahin! Es macht Spaß. Ist genauso kommunikativ wie Musik – nur ehrlicher als das Business seit es keine Freiberufler mehr gibt, sondern GmbHs! Und seitdem sich vieles sehr gleich anhört irgendwie auch sinnvoller.

Gibt es Parallelen zwischen deinem jetzigen Job und dem damals?

Ja – ich mag den schneller Erfolg und will immer gewinnen!

Welche Musik hörst du aktuell und in welchem Format legst du dir deine Musik zu?

MP3 oder AAC. Habe schon immer Hüllen gehasst – man sucht und findet was man das letzte mal davor gehört hat. Ich mag von Klassik über Pop bis hin zu Techno und House alles, was neu klingt. Musik die schwerelos klingt und nicht bedrängt. Wo man erkennt dass der Musiker sich nicht zu viele Gedanken gemacht hat. Denn das macht für mich gute Musik aus.

Quelle: www.fazemag.de